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TRADING-WISSEN · ca. 2 Min. Lesezeit

CRV und Trefferquote: Was die Zahlen gemeinsam sagen

CRV und Trefferquote zusammen verstehen: geplantes Target, tatsächlich erzielte R-Werte und Kosten. Mit einem transparenten Rechenbeispiel ohne Gewinnversprechen.

Waage als Bild für Chance und Risiko

KI-generiertes Themenmotiv für CCM.

Markus Horch
Geschrieben von · CCM Blog Redaktion Veröffentlicht: 27.09.2026
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Das CRV vergleicht geplante Chance und geplantes Risiko. Die Trefferquote beschreibt, wie viele abgeschlossene Trades positiv endeten. Erst zusammen mit den tatsächlichen Ergebnissen und Kosten ergibt sich ein brauchbares Bild deiner Stichprobe.

Geplant und tatsächlich erreicht sind zwei Werte

Ein eingezeichnetes Target bei 3R bedeutet nicht, dass jeder positive Trade 3R erzielt. Teilverkäufe, frühzeitige Exits und Ausführungsabweichungen verändern das Ergebnis. Definiere 1R als das ursprünglich geplante Geldrisiko des jeweiligen Trades. Teile das Nettoergebnis durch diesen Betrag. So lassen sich unterschiedlich große Trades vergleichen, ohne ihre Eurobeträge gleichzusetzen.

TradingView-Original: Long-Position im Apple-4-Stunden-Chart mit Entry bei 250,81, Target bei 257,69 und Stop bei 243,93 US-Dollar.
Die Trennlinie liegt am Entry 250,81. Target 257,69 und Stop 243,93 sind jeweils 6,88 US-Dollar entfernt: 1:1 vor Kosten. Dieses Werkzeugbeispiel zeigt kein CCM-3:1-Setup. Quelle: TradingView: Long Position. Grafik vergrößern ↗

So liest du ein eigenes Zahlenbeispiel

Wir betrachten zehn erfundene Trades. Vier erreichen jeweils +2R, sechs enden bei jeweils −1R. Die Summe beträgt 8R minus 6R, also +2R vor Kosten. Die Trefferquote liegt bei 40 Prozent. Das Beispiel zeigt eine Rechenbeziehung. Es belegt weder eine Strategie noch eine zukünftige Trefferquote. In einer echten Auswertung stehen die tatsächlich erreichten Werte jedes einzelnen Trades.

Vier Gewinner und sechs Verlierer: Bei 2R pro Gewinn bleiben +2R, bei 1R pro Gewinn entstehen −2R. Lernbeispiel vor Kosten.
Vier Gewinner und sechs Verlierer: Bei 2R pro Gewinn bleiben +2R, bei 1R pro Gewinn entstehen −2R. Lernbeispiel vor Kosten. Grafik vergrößern ↗

Wann die Rechnung kippt

Bleiben die vier positiven Trades im Durchschnitt nur bei +1R, ergibt dieselbe Trefferquote 4R minus 6R, also −2R vor Kosten. Deshalb reicht die Aussage „Ich treffe vier von zehn“ nicht. Du brauchst zusätzlich die durchschnittliche Größe positiver und negativer Ergebnisse. Gebühren, Spread und Slippage gehören anschließend in die Nettobetrachtung. Wer diese Posten bereits in jedem Trade abzieht, darf sie nicht ein zweites Mal abziehen.

Die theoretische Null-Linie

Bei festen Ausgängen von +3R oder −1R und ohne Kosten liegt die rechnerische Null-Linie bei 25 Prozent positiven Trades: ein Treffer liefert 3R, drei Verluste kosten zusammen 3R. Diese vereinfachte Rechnung berücksichtigt weder unterschiedliche Exits noch Verlustserien. Kosten erhöhen die benötigte Quote. Vor allem darfst du das geplante CRV nicht ungeprüft als durchschnittlich realisiertes Ergebnis einsetzen.

Was du in deinem Journal auswertest

Erfasse geplantes CRV, Nettoergebnis in R, Exit-Grund und Regelbefolgung getrennt. Teile die Daten nach Setup und Marktphase, ohne kleine Gruppen vorschnell als Beweis zu behandeln. Zehn Trades können das Rechnen erklären, reichen aber nicht zur zuverlässigen Beurteilung einer Methode. Interessant ist auch, ob wenige außergewöhnliche Trades den ganzen Durchschnitt tragen. Prüfe deshalb die Verteilung und die Verlustphasen, bevor du aus einem Mittelwert eine Entscheidung ableitest.

Quellen & weiterführende Informationen

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Dieser Artikel ist eine allgemeine Einordnung zu Bildungszwecken und keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Der Handel mit Kryptowährungen und Hebelprodukten ist mit erheblichen Risiken verbunden.