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TRADING-WISSEN · ca. 2 Min. Lesezeit

Spread und Slippage: die Kosten zwischen Chart und Ausführung

Spread und Slippage unterscheiden: Bid, Ask und tatsächliche Ausführung verständlich erklärt. Mit einem Rechenbeispiel und Fragen für deine Trade-Abrechnung.

Messschieber zeigt den Abstand zwischen zwei Preisreihen

KI-generiertes Themenmotiv für CCM.

Markus Horch
Geschrieben von · CCM Blog Redaktion Veröffentlicht: 27.09.2026
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Der Spread ist der Abstand zwischen Bid und Ask. Slippage beschreibt eine Abweichung zwischen deinem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungspreis. Beide können deine Ergebnisse beeinflussen, sind aber nicht dasselbe.

Was Bid und Ask bedeuten

Bid bezeichnet einen angebotenen Kaufpreis, Ask einen angebotenen Verkaufspreis. Wer sofort kaufen möchte, trifft auf die Verkaufsseite. Wer sofort verkaufen möchte, trifft auf die Kaufseite. Investor.gov erläutert diese Unterscheidung für Wertpapiermärkte. Die genaue Preisbildung und Ausführung deines Krypto- oder Derivateprodukts musst du beim jeweiligen Anbieter prüfen.

Ein einfaches Spread-Beispiel

Angenommen, der beste Bid liegt bei 99,90 und der beste Ask bei 100,10. Der Spread beträgt 0,20 je Einheit. Würdest du unter exakt unveränderten Angeboten eine Einheit sofort kaufen und wieder verkaufen, entstünde allein daraus ein Unterschied von 0,20 vor weiteren Kosten. Der letzte gehandelte Kurs in der Chartmitte muss keiner dieser beiden Preise sein.

Bid 99,90 und Ask 100,10: Der Abstand beträgt 0,20. Ein sofortiger Kauf und Verkauf kostet in diesem vereinfachten Beispiel bereits den Spread.
Bid 99,90 und Ask 100,10: Der Abstand beträgt 0,20. Ein sofortiger Kauf und Verkauf kostet in diesem vereinfachten Beispiel bereits den Spread. Grafik vergrößern ↗

Slippage entsteht beim Vergleich mit einer Referenz

Du erwartest in einer eigenen Übung einen Kauf zu 100,10. Die tatsächliche Ausführung liegt bei 100,25. Die Abweichung beträgt 0,15 je Einheit. Eine bessere Ausführung wäre ebenfalls möglich. Lege im Journal fest, welche Referenz du verwendest: angezeigter Ask bei Orderabgabe, Stop-Preis oder ein anderer dokumentierter Wert. Sonst vergleichst du unterschiedliche Größen.

Kosten nicht doppelt zählen

Wenn du deinen Gewinn oder Verlust bereits aus den tatsächlichen Kauf- und Verkaufspreisen berechnest, sind deren Preisabstände darin enthalten. Ziehe danach nur Kosten ab, die noch nicht berücksichtigt wurden. Eine zusätzliche pauschale Spread-Abbuchung würde denselben Effekt möglicherweise doppelt zählen. Prüfe bei der Plattform, ob die Ergebnisanzeige Gebühren und laufende Finanzierung bereits enthält.

Was du vor und nach dem Trade notierst

Vorher: Instrument, Handelsplatz, geplante Menge, sichtbarer Spread und erwarteter Orderablauf. Nachher: tatsächliche Teilfüllungen, Durchschnittspreis und separate Kosten. Besonders bei kurzen Targets kann ein kleiner Preisunterschied relativ zum geplanten Risiko relevant sein. Bewerte deshalb Nettoergebnisse. Eine Limit-Order setzt eine Preisgrenze, garantiert jedoch keine Ausführung. Ein Wechsel der Orderart ist ein bewusster Zielkonflikt und keine kostenlose Lösung für jedes Ausführungsproblem.

Quellen & weiterführende Informationen

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Dieser Artikel ist eine allgemeine Einordnung zu Bildungszwecken und keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Der Handel mit Kryptowährungen und Hebelprodukten ist mit erheblichen Risiken verbunden.