Der Spread ist der Abstand zwischen Bid und Ask. Slippage beschreibt eine Abweichung zwischen deinem erwarteten und dem tatsächlichen Ausführungspreis. Beide können deine Ergebnisse beeinflussen, sind aber nicht dasselbe.
Was Bid und Ask bedeuten
Bid bezeichnet einen angebotenen Kaufpreis, Ask einen angebotenen Verkaufspreis. Wer sofort kaufen möchte, trifft auf die Verkaufsseite. Wer sofort verkaufen möchte, trifft auf die Kaufseite. Investor.gov erläutert diese Unterscheidung für Wertpapiermärkte. Die genaue Preisbildung und Ausführung deines Krypto- oder Derivateprodukts musst du beim jeweiligen Anbieter prüfen.
Ein einfaches Spread-Beispiel
Angenommen, der beste Bid liegt bei 99,90 und der beste Ask bei 100,10. Der Spread beträgt 0,20 je Einheit. Würdest du unter exakt unveränderten Angeboten eine Einheit sofort kaufen und wieder verkaufen, entstünde allein daraus ein Unterschied von 0,20 vor weiteren Kosten. Der letzte gehandelte Kurs in der Chartmitte muss keiner dieser beiden Preise sein.

Slippage entsteht beim Vergleich mit einer Referenz
Du erwartest in einer eigenen Übung einen Kauf zu 100,10. Die tatsächliche Ausführung liegt bei 100,25. Die Abweichung beträgt 0,15 je Einheit. Eine bessere Ausführung wäre ebenfalls möglich. Lege im Journal fest, welche Referenz du verwendest: angezeigter Ask bei Orderabgabe, Stop-Preis oder ein anderer dokumentierter Wert. Sonst vergleichst du unterschiedliche Größen.
Kosten nicht doppelt zählen
Wenn du deinen Gewinn oder Verlust bereits aus den tatsächlichen Kauf- und Verkaufspreisen berechnest, sind deren Preisabstände darin enthalten. Ziehe danach nur Kosten ab, die noch nicht berücksichtigt wurden. Eine zusätzliche pauschale Spread-Abbuchung würde denselben Effekt möglicherweise doppelt zählen. Prüfe bei der Plattform, ob die Ergebnisanzeige Gebühren und laufende Finanzierung bereits enthält.
Was du vor und nach dem Trade notierst
Vorher: Instrument, Handelsplatz, geplante Menge, sichtbarer Spread und erwarteter Orderablauf. Nachher: tatsächliche Teilfüllungen, Durchschnittspreis und separate Kosten. Besonders bei kurzen Targets kann ein kleiner Preisunterschied relativ zum geplanten Risiko relevant sein. Bewerte deshalb Nettoergebnisse. Eine Limit-Order setzt eine Preisgrenze, garantiert jedoch keine Ausführung. Ein Wechsel der Orderart ist ein bewusster Zielkonflikt und keine kostenlose Lösung für jedes Ausführungsproblem.
