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KW 41: Schwacher US-Arbeitsmarkt, FOMC-Protokoll und Bitcoin am oberen Rand

Enttäuschende Jobdaten: Der US-Arbeitsmarkt hat im September lediglich 29.000 neue Stellen geschaffen, wie am 2. Oktober gemeldet wurde. Das lag weit unter den Erwartungen und setzte ein deutliches Zeichen, dass sich die

KW 41: Schwacher US-Arbeitsmarkt, FOMC-Protokoll und Bitcoin am oberen Rand
Markus Horch
Geschrieben von · CCM Blog Redaktion Veröffentlicht: 04.10.2026
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Alles in 90 Sekunden

  • US-Jobdaten weit unter Erwartungen: Im September entstanden nur 29.000 neue Stellen in den USA. Das ist ein starkes Abkühlungssignal für den Arbeitsmarkt und ein relevanter Kontext für die Fed-Diskussion.
  • FOMC-Protokoll am Mittwoch: Am 7. Oktober veröffentlicht die Fed das Protokoll ihrer letzten Sitzung. Ton und Formulierungen zu Inflation und Zinspfad können die Risikobereitschaft kurzfristig verschieben.
  • Bitcoin am oberen Rand der Kernzone: Der Kurs notiert bei 85.233 Dollar, knapp oberhalb der 90-Tage-Kernzone von 62.500 bis 84.500 Dollar. Oberhalb gibt es kaum historische Handelsreferenz.
  • Stablecoin-Angebot plus 1,87 Milliarden Dollar: Das Stablecoin-Angebot ist in sieben Tagen gewachsen, ein möglicher Liquiditätshinweis. Kein Beweis für konkrete Zuflüsse in Bitcoin.
  • MetaMask-Sicherheitsvorfall bei Ethereum: Rund 523.000 ETH wurden präventiv aus Validatoren herausgelöst. Lido warnte vor entgangenen Rewards. Infrastrukturrisiken im Staking bleiben ein Thema.
  • BoJ-Gouverneur Ueda spricht Dienstag: Aussagen zur japanischen Geldpolitik können Yen-Carry-Trades und globale Risikobereitschaft beeinflussen. Prognose und Vorwert liegen nicht vor.
  • Kanadischer Arbeitsmarkt am Freitag: Nach einem Rückgang von 41.700 Stellen im Vormonat erwartet der Kalender einen Anstieg um 9.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote wird laut Prognose bei 6,5 Prozent erwartet.
  • ETF-Daten bleiben außen vor: Die Quelle deckt nicht alle Handelstage ab. Deshalb enthält diese Ausgabe daraus weder Wochensumme noch Signal.
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Wochenrückblick

Enttäuschende Jobdaten: Der US-Arbeitsmarkt hat im September lediglich 29.000 neue Stellen geschaffen, wie am 2. Oktober gemeldet wurde. Das lag weit unter den Erwartungen und setzte ein deutliches Zeichen, dass sich die Beschäftigungsdynamik in den USA merklich abgekühlt hat. Der Datenpunkt ist für die Bewertung der Fed-Politik in den kommenden Wochen nicht unwichtig.

Bitcoin mit moderater Wochenbilanz: Der Kurs notiert bei rund 85.233 Dollar, ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber der Vorwoche und von 7,3 Prozent auf Dreißig-Tage-Sicht. Ether bewegte sich kaum und steht bei 2.699 Dollar, mit einem leichten Minus von 0,3 Prozent auf Wochensicht. Bitcoin-ETFs verzeichneten in den dreißig Tagen bis zum 30. September Zuflüsse von 2,95 Milliarden Dollar und acht aufeinanderfolgende Zufluss-Tage, was die anhaltende institutionelle Nachfrage unterstreicht.

MetaMask-Sicherheitsvorfall: Am 1. Oktober wurde bekannt, dass MetaMask als Reaktion auf einen Sicherheitsvorfall präventiv Exits für Validatoren mit rund 523.000 ETH erzwungen hat. Lido warnte dabei vor möglichen entgangenen Rewards. Der Vorfall ist ein Erinnerung daran, dass Infrastrukturrisiken im Staking-Bereich real sind.

Die wichtigsten Termine der Woche

Die Termine der kommenden Woche, alle Zeiten deutsche Zeit
Die Termine der kommenden Woche, alle Zeiten deutsche Zeit

Dichte Terminlage: KW 41 bringt von Montag bis Freitag eine Reihe von Datenpunkten, die die Stimmung an den Märkten beeinflussen können. Besonders im Fokus stehen der ISM-Dienstleistungsindex am Montag, der Auftritt von BoJ-Gouverneur Ueda am Dienstag, das FOMC-Protokoll am Mittwoch sowie die kanadischen Arbeitsmarktdaten und das Michigan-Sentiment am Freitag.

  • Montag, 05.10.: ISM Services PMI (USA), Prognose 55,7 nach Vorwert 55,4 sowie japanisches Verbrauchervertrauen, Prognose 35,3 nach Vorwert 35,5
  • Dienstag, 06.10.: BoJ-Gouverneur Ueda spricht (08:35 Uhr), deutsche Auftragseingang-Daten (Prognose -0,9 % nach +2,5 %), Euroraum-Einzelhandelsumsätze (Prognose +0,4 % nach -0,6 %)
  • Mittwoch, 07.10.: FOMC Meeting Minutes (20:00 Uhr), Veröffentlichung des Protokolls der letzten Fed-Sitzung
  • Donnerstag, 08.10.: Euroraum-Handelsbilanz, Prognose 19,2 Milliarden Euro nach Vorwert 21,3 Milliarden Euro
  • Freitag, 09.10.: Kanadischer Arbeitsmarktbericht (Employment Change Prognose +9,0K nach -41,7K, Arbeitslosenquote Prognose 6,5 % nach 6,4 %) und Michigan Consumer Sentiment Prel (Prognose 48,1, identisch mit Vorwert)
Das FOMC-Protokoll vom Mittwoch ist der Termin, den ich in dieser Woche am aufmerksamsten verfolge. Sprachliche Nuancen zu Inflation, Beschäftigung und dem weiteren Zinspfad können die Risikobereitschaft kurzfristig spürbar verschieben.

Zinsen und Makro Daten

Protokoll statt Entscheid: In KW 41 steht kein aktiver Zinsentscheid an. Was am Mittwoch veröffentlicht wird, ist das Protokoll der letzten FOMC-Sitzung. Dieses gibt Einblick in die Diskussion der Mitglieder zu Inflation, Arbeitsmarkt und dem weiteren Vorgehen. Die September-Jobdaten mit nur 29.000 neuen Stellen liefern dabei einen neuen Kontext, den das Protokoll noch nicht berücksichtigen konnte, da es die vergangene Sitzung dokumentiert. Beides zusammen ergibt ein Bild, das der Markt interpretieren wird.

Bedingte Szenarien zum Protokoll: Fällt das Protokoll sprachlich restriktiver aus als erwartet, also mit Betonung von Inflationsrisiken und Zurückhaltung gegenüber Zinssenkungen, dürfte das die Risikobereitschaft dämpfen und den Dollar stützen. Zeigt das Protokoll hingegen stärker aufgewogene oder weniger restriktive Formulierungen, etwa mit mehr Gewicht auf die Abkühlung am Arbeitsmarkt, könnte das Risikoaktiva kurzfristig begünstigen. BoJ-Gouverneur Ueda spricht am Dienstag; da weder Prognose noch Vorwert geliefert wurden, bleibt abzuwarten, ob er Signale zur weiteren Geldpolitik gibt. Der kanadische Arbeitsmarkt am Freitag wird interessant: Nach einem Rückgang von 41.700 Stellen im Vormonat erwartet der Kalender nun einen Anstieg um 9.000 Stellen bei gleichzeitig leicht steigender Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent.

Bitcoin Onchain Daten

Original-Chart: Bitcoin STH-MVRV von BGeometrics, abgerufen am 04.10.2026.
Original-Chart: Bitcoin STH-MVRV von BGeometrics, abgerufen am 04.10.2026.

SOPR leicht über Eins: Der Spent Output Profit Ratio liegt bei 1,0022. Das bedeutet, dass ausgegebene Coins im Durchschnitt mit einem kleinen Gewinn verkauft werden. Ein Wert knapp über 1,0 ist typischerweise ein Zeichen moderater Marktaktivität ohne übermäßigen Verkaufsdruck, aber auch ohne starke Überzeugung auf der Käuferseite.

STH-MVRV nicht verfügbar: Der Short-Term-Holder-MVRV-Wert wurde als null geliefert und kann daher nicht sinnvoll eingeordnet werden. Ich verzichte auf eine Interpretation dieses Wertes in dieser Ausgabe.

Stablecoin-Angebot gestiegen: Das Stablecoin-Angebot ist in den letzten sieben Tagen um 1,87 Milliarden Dollar gewachsen. Ein wachsendes Stablecoin-Angebot kann ein möglicher Liquiditätshinweis sein, also ein Zeichen, dass mehr trockenes Pulver in Reichweite des Kryptomarkts steht. Es ist jedoch kein Beweis für konkrete Kapitalzuflüsse in Bitcoin oder andere Assets.

Bitcoin ETFs im Überblick

Original-Chart: Bitcoin ETF Total Balance und Daily Flow von BGeometrics, abgerufen am 04.10.2026.
Original-Chart: Bitcoin ETF Total Balance und Daily Flow von BGeometrics, abgerufen am 04.10.2026.

Datenlage bewusst offen: Die Quelle deckt nicht alle Handelstage bis zum Redaktionsschluss ab. Deshalb nenne ich in dieser Ausgabe keine ETF-Wochensumme und leite aus dem unvollständigen Ausschnitt kein Signal ab.

Volume Profil / Money Flow

Ergänzende Originalansicht: Bitcoin Order Book Liquidity (±1 %) von BGeometrics, abgerufen am 04.10.2026.
Ergänzende Originalansicht: Bitcoin Order Book Liquidity (±1 %) von BGeometrics, abgerufen am 04.10.2026.

Näherung aus Kerzendaten: Die folgenden Einschätzungen basieren auf einer Näherung aus Kraken-4-Stunden-Kerzen, bei der das Volumen gleichmäßig über die Preisspanne jeder Kerze verteilt wird. Das ist kein exaktes Volume-at-Price und ersetzt keine aktuellen Orderbuchdaten. Mit diesem Vorbehalt: Die Kernzone, in der 70 Prozent des Volumens der letzten 90 Tage lagen, erstreckt sich von rund 62.500 bis 84.500 Dollar. Der meistgehandelte Preisbereich in diesem Zeitraum lag bei etwa 64.000 Dollar. Bitcoin notiert aktuell bei 85.233 Dollar und steht damit knapp oberhalb dieser Kernzone, am oberen Rand der historischen Balance. Unterhalb des aktuellen Kurses liegt bei rund 80.000 Dollar eine dichter gehandelte Stufe als historischer Referenzbereich.

Zwei bedingte Szenarien: Sollte der Kurs die aktuelle Position oberhalb von 84.500 Dollar halten und weiter akzeptiert werden, wäre das ein Zeichen, dass der Markt bereit ist, das obere Ende der bisherigen Balance als neue Basis zu testen. Da oberhalb des aktuellen Kurses kaum Volumen liegt, gibt es in diesem Bereich wenig historische Referenz. Im zweiten Szenario: Lehnt der Markt das aktuelle Niveau ab und kehrt der Kurs in die Kernzone zwischen 62.500 und 84.500 Dollar zurück, wäre der Bereich um 80.000 Dollar der erste historische Referenzbereich. Beide Zonen sind keine automatischen Unterstützungs- oder Widerstandsniveaus, sondern zeigen lediglich, wo in der Vergangenheit viel gehandelt wurde.

Was ich diese Woche beobachte

Vier Auslöser im Blick: KW 41 ist keine ruhige Woche. Das FOMC-Protokoll, die Reaktion auf die schwachen Jobdaten, die Aussagen von BoJ-Gouverneur Ueda und die Frage, ob Bitcoin das Niveau oberhalb von 84.500 Dollar halten kann, sind für mich die vier Punkte, an denen ich messe, wie sich die Stimmung entwickelt.

  • FOMC-Protokoll (Mittwoch): Ton und Formulierungen zur Inflations- und Beschäftigungslage als Signal für die erwartete Fed-Richtung
  • ISM Services PMI (Montag): Nach den schwachen Jobdaten ein weiterer Datenpunkt zur Verfassung der US-Wirtschaft, Prognose 55,7
  • BoJ-Gouverneur Ueda (Dienstag): Mögliche Signale zur weiteren Zinspolitik Japans, die Auswirkungen auf Yen-Carry-Trades und globale Risikobereitschaft haben kann
  • Bitcoin oberhalb der Kernzone: Hält sich der Kurs über 84.500 Dollar oder kehrt er in die bisherige Balance zurück? Das ist die technische Leitfrage der Woche.

Meine Sicht

Selten eindeutige Wochen: Was mich an KW 41 beschäftigt, ist die Kombination aus einem schwachen Arbeitsmarktbericht und einem Bitcoin-Kurs, der gleichzeitig am oberen Rand seiner historischen Balance steht. Das sind keine widersprüchlichen Signale, aber sie verlangen Aufmerksamkeit. Schwächere Makrodaten können die Erwartung an eine lockerere Geldpolitik stützen, müssen es aber nicht, wenn der Ton des FOMC-Protokolls eine andere Geschichte erzählt.

Stablecoin-Wachstum als Kontext: Das gewachsene Stablecoin-Angebot und die ETF-Zuflüsse der vergangenen dreißig Tage zeigen, dass Interesse am Markt vorhanden ist. Ob sich das in der laufenden Woche in Preisaktivität übersetzt, hängt meiner Beobachtung nach stark davon ab, wie das FOMC-Protokoll und der ISM-Wert aufgenommen werden. Makro und Onchain erzählen im Moment noch nicht dieselbe Geschichte.

Protokoll als Schlüssel: Ich halte das FOMC-Protokoll am Mittwochabend für den wichtigsten Einzeltermin der Woche. Nicht weil es eine Entscheidung enthält, sondern weil es zeigt, wie die Fed die aktuelle Lage intern bewertet. In einem Markt, der nach Orientierung sucht, können solche Protokolle überraschend viel Gewicht haben.

Stand: Sonntag, 4. Oktober 2026, 16:02 Uhr deutsche Zeit. Quellen: Federal Reserve · Bank of England · Bank of Japan · TradingView Wirtschaftskalender · CoinGecko · bitcoin-data.com · Kraken · Nur 29.000 neue Jobs im September: US-Arbeitsmarkt weit… · MetaMask erzwingt Exits für Validatoren mit rund 523.000… · Bitcoin-ETFs sammeln 2,95 Milliarden Dollar in 30 Tagen….

Passend dazu

Dieser Artikel ist eine allgemeine Einordnung zu Bildungszwecken und keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung. Der Handel mit Kryptowährungen und Hebelprodukten ist mit erheblichen Risiken verbunden.